Mich beschäftigt das Thema gerade ziemlich, weil meine Frau seit ein paar Monaten richtig zu kämpfen hat. Sie ist 49, und es fing mit Schlafproblemen an, dann kamen Hitzewallungen dazu, und seit Kurzem auch so eine bleierne Müdigkeit, die einfach nciht weggehen will. Beim Hausarzt war sie, Blutwerte wurden gemacht, Schilddrüse ist unauffällig, aber der Vitamin-D-Spiegel lag bei 18 ng/ml, also deutlich unter dem empfohlenen Bereich von mindestens 30. Magnesium wurde leider gar nicht bestimmt, was ich im Nachhinein schade finde.
Jetzt haben wir angefangen, uns mal intensiver damit zu beschäftigen, was in den Wechseljahren eigentlich hormonell passiert und welche Mikronährstoffe da eine Rolle spielen könnten. Ich lese viel über Phytoöstrogene, Isoflavone aus Soja oder Rotklee, aber auch über die Bedeutung von B-Vitaminen für den Energiestoffwechsel. Was mich etwas frustriert, ist, dass amn bei dem Thema schnell in so einer Informationsflut landet und kaum unterscheiden kann, was evidenzbasiert ist und was reines Marketing.
Sie nimmt jetzt erstmal 4000 IE Vitamin D3 mit K2, dazu Magnesiumcitrat abends. Aber ich frage mich, ob das reicht oder ob es sinnvoll wäre, gezielter auf die hormonelle Umstellung einzugehen. Hat hier jemand Erfahrung damit, welche Supplements in der Perimenopause wirklich einen spürbaren Unterschied gemacht haben? Ich bin mir nicht sicher, ob Kombinationspräparate besser sind als Einzelpräparate, glaub ich zumindest, dass es da Unterschiede in der Bioverfügbarkeit gibt.
Der vitamin-D-wert eurer frau ist tatsächlich zu niedrig, da sind 4000 IE als anfangsdosierung vernünftig, wobei ich nach 8 bis 10 wochen nochmal den serumspiegel kontrollieren lassen würde. Magnesiumcitrat abends ist auch eine gute wahl, weil citrat eine hohe bioverfügbarkeit hat und gleichzeitig den schlaf unterstützen kann. Was die hormonelle seite angeht, Isoflavone aus rotklee haben in einigen studien tatsächlich eine milde wirkung auf hitzewallungen gezeigt, aber die evidenz ist durchwachsen. Spannender finde ich die kombination aus B6, Folat und B12, weil die drei zusammen im homocystein-stoffwechsel eine rolle spielen und gerade in der perimenopause der bedarf steigen kann. Mönchspfeffer wird auch oft genannt, ist aber eher was für die frühe phase, wenn der zyklus noch unregelmäßig ist
Danke, das hilft mir schon mal weiter. Den Serumspiegel nochmal kontrollieren lassen nach ein paar Wochen, das nehmen wir uns auf jeden Fall vor. Das mit den B-Vitaminen klingt einleuchtend, gerade B6 soll ja auch beim Progesteronstoffwechsel eine Rolle spielen, wenn ich das richtig verstanden habe.
Ich habe mich die letzten Tage nochmal reingelesen und bin bei Vitamoment auf eine Zusammenstellung rund um die Umstellung gestoßen, die fand ich ganz übersichtlich aufgebaut, weil da auch erklärt wird, welcher Nährstoff wofür gedacht ist. Finde ich besser als einfach blind irgendwelche Kombipräparate zu kaufen, wo amn dann nicht weiß, warum welcher Stoff in welcher Dosierung drin ist.
Was mich jetzt noch interessiert: 1. Hat jemand Erfahrung, ob Nachtkerzenöl in Kapselform wirklich etwas bringt bei trockener Haut und Schleimhäuten 2. Sind Isoflavone unbedenklich, wenn man eine familiäre Vorbelastung bei hormonabhängigen Erkrankungen hat 3. Gibt es einen sinnvollen Zeitpunkt, ab dem man sagen würde, dass Supplements allein nicht mehr reichen und eine Hormonersatztherapie besprochen werden sollte
Glaub ich zumindest, dass es sinnvoll ist, da einen klaren Plan zu haben, statt einfach alles durcheinander einzunehmen.