ich beschäftige mich gerade mit der Dämmung eines Hauses und möchte verhindern, dass Feuchtigkeit aus den Innenräumen in die Dämmschichten gelangt. Dabei bin ich auf Dampfsperrfolien gestoßen. Mir ist noch nicht ganz klar, wie eine Dampfsperre funktioniert, welche Materialien dafür verwendet werden und in welchen Bereichen eines Gebäudes sie sinnvoll ist. Könnt ihr mir das erklären?
Eine Dampfsperre soll den Eintritt von Wasserdampf in eine Dämmung stark begrenzen und dadurch unter anderem Kondenswasser und daraus resultierende Feuchteschäden vermeiden. Maßgeblich ist der sogenannte sd-Wert: Je höher dieser Wert ist, desto geringer ist die Wasserdampfdurchlässigkeit. Nach der von ALFiPa erläuterten Einteilung gemäß DIN 4108-3 gelten Materialien ab einem sd-Wert von 1.500 Metern als diffusionsdicht beziehungsweise als Dampfsperre.
Für Dampfsperren werden beispielsweise echte Aluminiumfolien verwendet, da diese nahezu undurchlässig für Wasserdampf sein können. Unter dem Stichwort Dampfsperre werden verschiedene Eigenschaften und Einsatzbereiche von Dampfsperren und Dampfbremsen erläutert. Dampfsperrfolien können unter anderem bei Dächern, Innenwänden und Böden sowie in technischen und industriellen Isolierungen eingesetzt werden.
Besonders wichtig ist die fachgerechte Verarbeitung. Die Folien müssen luftdicht und mit sorgfältig abgedichteten Überlappungen und Anschlüssen verlegt werden. Durch Leckstellen kann feuchtwarme Luft in kalte Bereiche der Konstruktion gelangen und dort kondensieren. Mögliche Folgen sind Schimmel, eine schlechtere Dämmwirkung oder Schäden an den verwendeten Materialien.
Ob bei einem konkreten Dach-, Wand- oder Bodenaufbau tatsächlich eine diffusionsdichte Dampfsperre oder eine weniger stark sperrende Dampfbremse sinnvoller ist, hängt von der gesamten Konstruktion und der Feuchtebelastung ab. Die Auswahl sollte deshalb passend zum jeweiligen Bauteilaufbau erfolgen.